Naturkundemuseen in Deutschland: eine Sammlung ihrer bekannten Häuser
Von Berlins Tristan Otto bis zum Steinheim-Schädel in Stuttgart: die Häuser, die Deutschlands Naturgeschichte aufbewahren.
Naturkundemuseen in Deutschland im Überblick
Diese Sammlung versammelt Naturkundemuseen in Deutschland als eine fortlaufend wachsende Sammlung von Feldnotizen, mit den bekanntesten Häusern des Landes als Ausgangspunkt. Wer Naturkundemuseen in Deutschland vergleichen möchte, findet hier keine bloße Auflistung, sondern jeweils die eine Geschichte, die ein Haus wirklich besonders macht.
Was ein Naturkundemuseum von anderen Museen unterscheidet
Ein Kunstmuseum zeigt, was Menschen gemacht haben. Ein Naturkundemuseum zeigt, was die Natur gemacht hat: Es sammelt, ordnet und bewahrt es auf. Im Zentrum stehen Belegexemplare: Skelette, Fossilien, Mineralien, präparierte Tiere, gepresste Pflanzen. Jedes einzelne Stück ist zugleich Ausstellungsobjekt und wissenschaftliches Dokument, oft mit einer eigenen Fundgeschichte, die manchmal spannender ist als das Objekt selbst.
Die großen deutschen Naturkundemuseen haben fast alle einen ähnlichen Ursprung: eine fürstliche oder universitäre Sammlung aus dem 18. oder 19. Jahrhundert, die im Zuge der großen naturwissenschaftlichen Expeditionen und Ausgrabungen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts stark gewachsen ist. Aus einer Vitrine mit Mineralien und ausgestopften Vögeln wurde über Generationen ein ganzes Haus, mit eigener Forschungsabteilung, eigenem Archiv und, in den besten Fällen, mit einem Ausstellungsstück, das es sonst nirgendwo auf der Welt gibt.
Drei Häuser, drei Geschichten
Das Museum für Naturkunde Berlin beherbergt mit Tristan Otto einen der ganz wenigen echten Tyrannosaurus-rex-Schädel, die überhaupt öffentlich zu sehen sind, die meisten Museen zeigen Nachbildungen. Der Senckenberg Naturmuseum Frankfurt geht einen anderen Weg: statt auf ein einzelnes Objekt zu setzen, zeigt es die größte zusammenhängende Dinosaurier-Ausstellung Europas, ergänzt um Edmond, eine seltene mumifizierte Edmontosaurus-Mumie mit erhaltener Hautstruktur. Und das Naturkundemuseum Stuttgart blickt mit dem Steinheim-Schädel noch weiter zurück, auf frühe Menschen, die vor rund 300.000 Jahren durch dieselben Landschaften zogen, die heute unter Feldern und Vororten liegen.
Daneben gibt es in Deutschland ein dichtes Netz kleinerer, oft unterschätzter Häuser: von regionalen Naturkundemuseen mit bedeutenden Mineralien- oder Insektensammlungen bis zu hochspezialisierten Museen, die sich nur einem einzigen Fundkomplex widmen. Wer sich für ein bestimmtes Thema interessiert, etwa Bernstein, Meteoriten oder eiszeitliche Großtiere, findet fast immer irgendwo in Deutschland ein Haus, das genau darauf spezialisiert ist.
Mehr als eine Ausstellung: Forschung im Hintergrund
Was Besucher in den Sälen sehen, ist meist nur ein Bruchteil der eigentlichen Sammlung. Hinter den Kulissen lagern in vielen dieser Häuser weit größere Bestände: Millionen von Belegexemplaren, die für die tägliche Ausstellung viel zu zahlreich oder zu empfindlich wären, aber für die Forschung unverzichtbar sind. Ein einzelnes präpariertes Tier oder ein Mineral kann so über Jahrzehnte hinweg als Vergleichsobjekt für ganz unterschiedliche wissenschaftliche Fragen dienen, von Artbestimmung bis Klimaforschung.
Für einen Besuch lohnt es sich generell, etwas Zeit einzuplanen und nicht nur das eine berühmte Ausstellungsstück abzuhaken: Die interessantesten Details stecken oft in den kleineren Nebenräumen, die an einem hektischen Wochenende leicht übersehen werden.
Praktisch gedacht
Wer eine bestimmte Sonderausstellung sehen möchte, bucht am besten vorab ein Zeitfenster-Ticket online, denn an Wochenenden und in den Schulferien sind die beliebtesten Häuser oft schon Stunden im Voraus ausgebucht. Führungen lohnen sich besonders für Erstbesucher, weil ein guter Guide auch die Zusammenhänge zwischen einzelnen Exponaten erklärt, die auf den Beschriftungen allein oft verloren gehen. Fotografieren ist in den meisten Sälen erlaubt, in besonders lichtempfindlichen Bereichen wie Bernstein- oder Textilsammlungen aber häufig eingeschränkt oder ganz untersagt.
Historische Häuser für eine junge Wissenschaft
Ein oft übersehener Reiz dieser Museen ist das Gebäude selbst. Viele der großen deutschen Naturkundemuseen sind in prunkvollen Bauten des 19. Jahrhunderts untergebracht, mit gusseisernen Galerien, gläsernen Dachkonstruktionen und Treppenhäusern, die eher an ein Opernhaus erinnern als an ein Klassenzimmer. Das ist kein Zufall: Naturkunde galt im 19. Jahrhundert als Fortschrittswissenschaft, und die Architektur der Museen sollte genau das ausstrahlen: Aufklärung, Ordnung, Staunen.
Bis heute übernehmen diese Häuser eine wichtige Rolle in der naturwissenschaftlichen Bildung: Schulklassen gehören zum festen Publikum, viele Museen entwickeln eigene Unterrichtsmaterialien, und für zahlreiche Kinder ist der erste bewusste Kontakt mit einem echten Dinosaurierskelett oder einem echten Fossil genau hier, in einem dieser Säle, und nicht in einem Buch.
Wer die drei hier vorgestellten Häuser einmal alle besucht hat, merkt schnell: Trotz ähnlicher Grundidee setzt jedes seinen eigenen Schwerpunkt. Berlin denkt in Superlativen, Frankfurt in Fülle, Stuttgart in Tiefenzeit. Genau dieser Unterschied macht es lohnend, mehr als nur eines davon zu kennen.
Weitere Häuser für diese Sammlung
Diese Sammlung beginnt bewusst mit den drei bekanntesten Häusern, ist damit aber längst nicht vollständig. Das Naturmuseum Dortmund mit seiner bedeutenden Mineraliensammlung ist bereits Teil der Sammlung, und regionale Naturkundemuseen wie das Naturkundemuseum Erfurt mit einer der größten Insektensammlungen Deutschlands oder kleinere Spezialmuseen zu Themen wie eiszeitlichen Großtieren zeigen, wie tief das Netz naturkundlicher Häuser in Deutschland tatsächlich reicht. Wer diese Naturkundemuseen in Deutschland Schritt für Schritt kennenlernen möchte, findet in den kommenden Monaten weitere Häuser in dieser Sammlung.
Die Häuser dieser Sammlung: offizielle Websites
Jedes Haus in dieser Sammlung betreibt seine eigene, unabhängige Website mit aktuellen Öffnungszeiten, Preisen und Sonderausstellungen. Diese Übersicht verlinkt direkt darauf, unabhängig davon, ob der zugehörige Sammlungsartikel bereits veröffentlicht ist.
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Museum für Naturkunde Berlin
Tristan Otto: einer der wenigen echten Tyrannosaurus-rex-Schädel weltweit.
museumfuernaturkunde.berlin ↗ -
Senckenberg Naturmuseum Frankfurt
Edmond: eine seltene mumifizierte Edmontosaurus-Mumie mit erhaltener Hautstruktur.
museumfrankfurt.senckenberg.de ↗ -
Naturkundemuseum Stuttgart
Der rund 300.000 Jahre alte Steinheim-Schädel früher Menschen.
naturkundemuseum-bw.de ↗ -
Naturmuseum Dortmund
Rund 250.000 Objekte, von der Mineraliensammlung bis zur entomologischen Sammlung.
dortmund.de ↗
Häufig gestellte Fragen
Welches ist das bekannteste Naturkundemuseum in Deutschland?
Das Museum für Naturkunde Berlin gehört zu den bekanntesten: Es beherbergt mit Tristan Otto einen der wenigen echten Tyrannosaurus-rex-Schädel, die weltweit öffentlich ausgestellt werden.
Was zeigt das Senckenberg Naturmuseum Frankfurt?
Frankfurt zeigt die größte zusammenhängende Dinosaurier-Ausstellung Europas, ergänzt um Edmond, eine seltene mumifizierte Edmontosaurus-Mumie mit erhaltener Hautstruktur.
Wofür ist das Naturkundemuseum Stuttgart bekannt?
Stuttgart zeigt den rund 300.000 Jahre alten Steinheim-Schädel früher Menschen sowie eine der bedeutendsten Bernstein-Sammlungen Europas.
Zeigen deutsche Naturkundemuseen nur Ausstellungsstücke?
Nein, hinter den Kulissen verwalten viele Häuser weit größere Forschungssammlungen mit Millionen von Belegexemplaren, die für die Wissenschaft, nicht für die Ausstellung, gesammelt werden.